Alicia:
Sara war eine von Dragos ersten Hunden, seit Welpe im Tierheim und somit 8 lange Jahre lang. Sie war das süßeste Wesen, mein absoluter Herzenshund. Sie hat ein Makel: Sie hat Lupus, eine Autoimmunkrankheit.
Es hieß immer, niemand will so einen kranken Hund und dann noch einer der schon älter ist. Also nahm ich sie zu mir auf Pflege, weil ich daran glaubte, dass sie ein Zuhause finden wird. Und so war es auch. Kaum hatten wir auf Facebook kommuniziert, dass Sara auf einer Pflegestelle in Luxemburg sein wird, schon erreichte uns auf der Fahrt von Rumänien nach Luxemburg die Nachricht von einem Paar, das sie gern adoptieren würde.
Bei ihnen und Sara war es Liebe auf dem ersten Blick, als sie sich zum ersten mal sahen. Sie hatten sich gefunden – es sollte so sein.❤️
Die Vorgeschichte von Dragos:
Sara tauchte ungefähr im Jahr 2017 in Bukarest auf. Ich hatte damals eine Bar in Downtown. Sie erschien eines Tages auf der Terrasse, ging direkt unter einen Tisch, legte sich dort hin und schlief sofort ein. Sie war sehr lieb, aber leider voller Zecken. Mehr als zwanzig Zecken habe ich ihr damals entfernt. Ich gab ihr Wasser, nahm sie mit ins Auto, fuhr zuerst zum Tierarzt und dann mit ihr zu mir nach Hause.
Sie war sofort sehr freundlich. Ein großer Welpe, vielleicht sieben, acht, höchstens zehn Monate alt – schon recht groß, weil sie generell ein großer Hund ist.
Damals hatte ich ein Haus in der Nähe von Bukarest, mit einem kleinen Shelter im Garten, mit den Hunden, die ich damals bereits gerettet hatte. Als ich 2018 das Shelter an einen anderen Ort verlegte, brachte ich Sara in einen Zwinger mit einigen Welpen. Sie war da natürlich kein Welpe mehr, aber sie blieb bei den Kleinen und kümmerte sich um sie. Ich wollte sie nicht zu den größeren Hunden setzen, weil sie so unglaublich sanft, freundlich und gutmütig war. Sara war von Anfang an eine sehr liebe und lustige Hündin. Man merkte gleich, dass sie nicht wie die anderen war – einfach besonders.
Ich erinnere mich: In der ersten Woche schlief sie in einem Lagerraum des Hauses, wo ich Waschmittel aufbewahrt hatte. Sie roch danach – wie nach Seife oder Waschpulver. Dieser Geruch blieb ihr, sogar Jahre später, wenn ich sie küsste oder an ihr roch – immer dieser Duft, ein Hauch von Waschpulver.

