Ihr erinnert Euch vielleicht noch an Chiaras und Nuvis Happy End Geschichte? Chiara musste sich damals zwischen Nuvi und Pepper (heute Yuki) entscheiden. Wie die Reise von Pepper aka Yuki weiterging, erzählt uns Beni. Denn durch Beni hat auch Pepper/Yuki ein liebevolles Zuhause gefunden …
Manchmal führt das Leben uns auf Wege, die wir so nicht geplant hätten und genau so begann die Geschichte mit Yuki. Als Chiara A. in Rumänien war, um einen Hund zu adoptieren und in ihrer Arbeit als Psychologin in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie zu integrieren, schickte sie uns Fotos und Videos. Auf diesen war auch Yuki (damals noch “Pepper”) zu sehen. In diesem Moment hat es einfach klick gemacht. Ich habe mich schockverliebt – in seinen Blick, seine Haltung, dieses gewisse Etwas, das man nicht erklären kann. Noch am selben Tag begann ich abzuklären, ob ich ihn wohl auch in meine Arbeit an der Schule mitnehmen könnte. Die Vorstellung, ihn nicht nur zu Hause, sondern auch im Schulalltag an meiner Seite zu haben, fühlte sich sofort richtig an.
Ein Jahr voller Lernen, Vertrauen und Liebe
Ende September war es dann so weit – Yuki zog bei uns ein. Die Anfangszeit war aufregend und schön: Wir durften uns kennenlernen, Vertrauen aufbauen und zusammenwachsen. Doch mit der Zeit zeigten sich auch Herausforderungen. Yuki hat es nicht so mit fremden Hunden auf der Straße. Wenn er sie kennt, ist alles in Ordnung, doch bei unbekannten Begegnungen kann er schnell aufbrausen. Das war und ist eine Aufgabe, die Geduld und Verständnis braucht. Aber wir sind drangeblieben, Schritt für Schritt, mit gutem Training, vielen Gesprächen und einer großen Portion Liebe.
Inzwischen haben wir schon viel zusammen erlebt. Wir waren in Italien, Spanien und Frankreich unterwegs, sind durch Wälder, über Felder und Bergen spaziert, haben Neues entdeckt und zusammen schöne Momente geteilt. Und heute – nach über einem Jahr – spüren wir, wie stark unsere Bindung geworden ist. Wir verstehen uns immer besser und lernen dennoch täglich voneinander. Yuki ist ein menschenfreundlicher, neugieriger und wachsamer Hund. Er liebt Besuch und genießt jede Streicheleinheit.
Im Februar 2025 habe ich mit der Ausbildung zum Therapiehund begonnen und seit April begleitet Yuki mich zwei- bis dreimal pro Woche bei meiner Arbeit als Schulsozialpädagoge an einer Primarschule. Anfangs war das gar nicht so leicht für ihn: jedes Geräusch, jede Bewegung ließ ihn aufspringen. Doch heute kann er wunderbar entspannen, selbst wenn draußen im Flur die Kinder laut lachend in die Pause rennen. Wir haben die praktische und theoretische Prüfung bestanden und seit diesem Monat ist Yuki offiziell ein Therapiehund.🎉 Jetzt beginnt für uns ein neues Kapitel. Yuki darf seine feinfühlige Art und seine ehrliche Körpersprache in der Arbeit mit Kindern einsetzen. Er hilft ihnen, ruhig zu werden, Grenzen zu spüren, Mut zu fassen und einfach sie selbst zu sein.
Es gab Tage, an denen wir an unsere Grenzen kamen, doch gerade daraus haben wir so viel von Yuki gelernt. Heute ist er ein fester Teil unserer Familie und bereichert unser Leben jeden Tag.
Und so kam alles anders als gedacht: Nicht nur Nuvi konnte aus dem Tierheim adoptiert werden, auch Yuki durfte mitkommen. Beide Hunde reisten gemeinsam aus Rumänien aus und wurden von uns zusammen in Deutschland abgeholt. Nuvi und Yuki verstehen sich bis heute wunderbar. Wir gehen regelmäßig spazieren und waren zusammen bereits zweimal zusammen in den Ferien. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass sich ihre Lebenswege damals gekreuzt haben und daraus gleich zwei glückliche Geschichten entstanden sind.





